Author Archives: Ralf

Erleuchteter Alltag

Wer das alltägliche Leben als Hindernis für die Erleuchtung ansieht, sieht die Erleuchtung nicht in den alltäglichen Handlungen. Er hat noch nicht entdeckt, dass es keine alltäglichen Handlungen außerhalb der Erleuchtung gibt.

 

 

Innen wie außen

Was du erlebst, erlebst du stets in Übereinstimmung mit deinen Gedanken, Einstellungen und Überzeugungen.

 

 

Übung 4 – Vier kostbare Gedanken

Die folgenden vier Gedanken entstammen der buddhistischen Tradition, und ich habe sie ein wenig für unsere Zwecke modifiziert:

1. Dieses Leben, diese Existenz, ist ein unbezahlbares Geschenk. Viel zu oft bemerken wir all das, was im Leben schief läuft und übersehen in unserer Selbstbezogenheit all die Dinge, die wunderbar und reibungslos laufen. Es ist äußerst hilfreich, sich immer wieder bewusst zu machen, was das Leben für uns alles bereit hält. Und noch hilfreicher ist es, dafür echte Dankbarkeit zu   empfinden.

° Hast du dir schon mal in aller Tiefe bewusst gemacht, wie es sich anfühlt, zu sagen und zu empfinden: „Ich existiere“?

° Nimm ein paar tiefe Atemzüge und werde innerlich still und ruhig. Und dann sage zu dir selbst: „Ich existiere.“ Fühle und empfinde, wie es sich anfühlt, zu existieren.

° Finde 10 Dinge, für die Du aus tiefstem Herzen dankbar bist.

 

2. Nichts ist von wirklicher Dauer. Das einzige, das nicht vergänglich ist, ist der ununterbrochene Wandel. Alles was kommt, geht auch wieder. Daher lohnt es sich, Klarheit darüber zu gewinnen, was wirklich wesentlich im Leben ist. Viel zu oft vertun wir unsere kostbare Zeit mit Nebensächlichkeiten und Belanglosigkeiten, weil wir ignorieren, dass es auch mit uns eines Tages zu Ende gehen wird.

° Denke einige Minuten darüber nach: Bist Du heute der selbe, wie letzte Woche? Wie vor einem Jahr? Wie vor 10 Jahren?

° Schreibe 5 Dinge auf, die für dich wirklich von Wert und Bedeutung sind und dann geh dafür!

 
3. Alles, was du tust, sagst und denkst, hat einen Einfluß auf das, was du erleben wirst. Anders ausgedrückt: was du säst, das wirst du ernten. Das gilt für das Gute wie für das Schlechte. Im Universum geht nichts verloren, und alles, was du von dir gibst in Form von Handeln, Worten oder Gedanken, wird zu dir zurückkehren. Wie, wann und auf welchem Weg es zurückkommen wird, darauf hast du keinen Einfluß – sehr wohl aber auf das, WAS zurück kommt.

° Nimm ein Ereignis, das deine Aufmerksamkeit auf sich zieht und frage dich, wie du zum Entstehen dieser Situation beigetragen haben könntest.

° Erinnere dich an die alte Zen-Weisheit: „Tue Gutes, vermeide Böses.“ Sei sehr achtsam mit dem, was du ins Leben gibst.

 
4. Nichts ändert sich, wenn du dich nicht änderst. Und viele Menschen verbringen ein ganzes Leben in der immer gleichen Tretmühle ohne Möglichkeit (oder Absicht), da irgendwie rauszukommen. Und die meisten geben auch noch vor, dass sie sich in ihrem selbstgezimmerten Gefängnis wohlfühlen, obwohl sie bei näherem Hinschauen genau wissen, dass das nicht stimmt. Und wie sieht diese Tretmühle aus? Sie besteht aus nichts anderem als Widerstand – Widerstand dagegen, etwas zu haben, Widerstand dagegen, etwas nicht zu haben und Widerstand dagegen, genau hinzuschauen.

° Der Weg nach draußen ist wirklich einfach – gib den Widerstand auf! Hör auf, mit dem Leben und den Umständen zu kämpfen. Und fange an, dein Leben zu leben und zu genießen 🙂

° Wie zeigt sich das Phänomen Widerstand in Deinem Leben? Notiere jeweils

– 3 Dinge, die Du hast, aber nicht haben willst
– 3 Dinge, die Du gerne hättest, aber nicht hast
– 3 Dinge, die Dir gleichgültig sind

° Betrachte dich selbst als vier-oder fünfjähriges Kind und frage dich, ob das Leben, das du jetzt lebst, das Leben ist, das du diesem Kind wünschen würdest.

 

„Dieses Leben ist die großartige Frucht vieler Leben harter Arbeit: Leben des Kultivierens heilsamer Handlungen, des Aufgebens unheilsamer Handlungen und Anhäufens positiver Ursachen. Dass wir an diesem Punkt angelangt sind, an dem so viele positive Ursachen und Bedingungen zusammenkommen, ist nicht so sehr den Segnungen anderer als vielmehr unserer eigenen harten Arbeit zu verdanken. Dieser Höhepunkt an angesammeltem Heilsamem und Entwicklung von Gewahrsein hat uns in die Lage versetzt, unheilsame Ablenkungen und Handlungen zu überwinden. In diesem kostbaren Leben ist jetzt der Augenblick des Zur-Reife-Bringens.“

– Khandro Rinpoche

 

„Beschließe jeden Tag aufs neue, ob du so bleiben willst, wie du gestern warst. Nur du kannst wissen, ob die Verhaltensweisen, der Lebensstil und die Aktivitäten, die für dich gestern Gültigkeit besaßen, es heute auch noch tun. Ob du sie beibehältst oder veränderst, unterliegt deiner Wahl – entscheide dich heute. Jetzt!“

– aus den Zenpower-Tipps

Übung 3 – Deine Fähigkeiten erkennen II

Nimm Dir ein paar Blätter Papier und einen Stift, und dann beantworte die folgenden Fragen solange, bis Dir nichts mehr einfällt:

  • Was machst Du am liebsten?
  • Was machst Du am besten?
  • Was macht Dir am meisten Freude?
  • Was verschafft Dir ein Gefühl von Erfüllung?
  • Was könnte Deine höchste Motivation sein?
  • Was bewegt Dich wirklich im Leben?
  • Welche Deiner Handlungen werden vom Universum unterstützt?
  • Wofür bekommst Du am leichtesten Dank, Anerkennung und materielle Unterstützung?
  • Wenn Du Geld, Zeit und jegliche nur denkbare Unterstützung hättest, um Deine Bedürfnisse zu bestreiten, welchen schöpferischen Tätigkeiten würdest Du nachgehen?
  • Was müßte Deiner Ansicht nach auf dem Planeten getan werden und wird vermutlich nicht getan, wenn Du es nicht tust?

In bezug auf die obengenannten Antworten: welche Fähigkeiten setzt Du dazu ein?

Zusammenfassend:

  • Welches sind Deine Begabungen, die Dinge, die Du gerne tust, Deine natürlichen Fähigkeiten?
  • Was macht Dich völlig einzigartig und unverwechselbar?
  • Was würdest Du sogar tun, selbst wenn Du nicht dafür bezahlt werden würdest – einfach aus Spaß an der Freude?
  • Wie könntest Du Deine Fähigkeiten einsetzen, so dass sie für andere Menschen von Nutzen sind und diese bereit sind, Dich dafür zu bezahlen?

 

Übung 2 – Deine Fähigkeiten erkennen I

Diese Übung ist zum Aufwärmen und bereitet Dich auf die nachfolgende vor:

  • Entspanne Dich und komme innerlich zur Ruhe, und dann denke einmal über all das nach, was Du sehr gut kannst.
  • Was sind die Tätigkeiten, in denen Du völlig aufgehst, die Dir total Spaß machen, bei denen Du alles andere um sich herum vergißt?
  • Was sind die Dinge, die Dir leicht und mühelos von der Hand gehen, das, wofür Du Experte bist – was sind Deine einzigartigen Fähigkeiten und Talente?
  • Mache Dir klar: jeder kann was – und jeder kann etwas ganz besonders gut, besser, als andere dies können. Was ist das bei Dir?

Vielleicht mußt Du etwas länger nachdenken – dann nimm Dir die Zeit, die Du dafür brauchst. Es ist auch ganz hilfreich, einen Spaziergang an der frischen Luft zu machen und dabei Deine Gedanken einfach fließen zu lassen. Nimm einen kleinen Notizblock auf Deinem Spaziergang mit.
Hinweis:
Wenn Du Dein Bewusstsein in der Weise ausgerichtet hast, so wie in dieser Übung, indem Du Dir viele verschiedene Fragen zu einem Thema stellst, kann es sehr gut sein, das in einem völlig unverhofften Augenblick die Antworten auftauchen. Sei also vorbereitet.

 

„Ich weiß, ich bin ein Privilegierter. Nicht, weil Grenzgänge lukrativ wären, nein, nur weil ich meine „Verrücktheiten“ ausleben kann. Die Mehrzahl der Menschen kann es leider nicht. Wie viele verlieren sich in Alltäglichkeiten und tun nicht das, was sie gerne möchten! Ich wäre so unglücklich wie sie, wenn ich auf meine Form der Selbstäußerung verzichten müßte.

Ich fühle mich den Festgenagelten, den Gebundenen gegenüber nicht überlegen. Nur privilegiert bin ich, weil ich das tue, was ich am besten kann. Was wir tun, ist immer nur mit unserer persönlichen Lebensfreude zu rechtfertigen, nie und nimmer mit Nutzen schlechthin.“

– Reinhold Messner

Vision & Strategie

Eine strategische Vision ist ein klares Bild von dem, was man erreichen will.

- John Naisbitt