Author Archives: Ralf

Übung 7 – Mind into action

… wie du in Aktion kommst

1. Wisse was du willst

Du hast im Leben immer drei Möglichkeiten, etwas zu tun:

indem du dich an die Wünsche und Vorstellungen anderer anpasst;
indem du dich gegen die Wünsche und Vorstellungen anderer wehrst;
indem du das tust, was DU tun willst.

Während die ersten beiden Möglichkeiten Reaktionen auf andere sind – du tust, was andere wollen oder wehrst dich dagegen –, ist die dritte Möglichkeit die einzige, die dich wirklich in deine Kraft bringt. Zwar glauben wir ganz oft, wenn wir uns gegen die Vorstellungen anderer (meist Autoritätspersonen wie Eltern oder Vorgesetzte) wehren, würden wir tun, was wir wollen, doch das ist ein Trugschluss. Erst wenn du dich zu dem entscheidest, was DU willst, lebt du wirklich selbstbestimmt und absichtsvoll.

2. Tu was du willst.

Nachdem du dich jetzt entschieden hast, zögere keinen Augenblick und bring deine Sache in die Welt. Geh in Aktion und tu, was zu tun ist. Wahrscheinlich wirst du oft genug auf Widerstände stossen, doch betrachte diese nicht als unüberwindbare Hindernisse, sondern als Herausforderungen. Und um diese meistern zu können, ist es so wichtig, dass du im ersten Schritt beschlossen hast, was du tun willst. Es ist nämlich viel leichter, aufzugeben, wenn du die Ziele anderer verfolgst als deine eigenen. Ein starker Wille braucht eine starke Absicht.

3. Nimm alles an

Ja – du wirst auf Hindernisse stoßen. Doch es gibt keinen Grund, diese persönlich zu nehmen. Es gibt auch keinen Grund, diese dazu zu benutzen, um dich in der Opferrolle klein zu machen. Nimm alles an, was dir begegnet: betrachte es, untersuche es, fühle es, bestaune es, liebe es – und geh weiter.

4. Nimm nichts persönlich

Wenn du aufhörst, die Dinge persönlich zu nehmen, wird das Leben sehr leicht. Dir gelingen Vorhaben, mit denen du dich zuvor abgemüht hast, weil du aufgehört hast, gegen dich zu kämpfen. Wenn du nichts persönlich nimmst, hörst du auf, dir selbst im Weg zustehen und ermöglichst es einer größeren und umfassenderen Kraft durch dich zu wirken. Und so, wie du Hindernisse und eventuelles Scheitern nicht persönlich nimmst, so nimmst du auch Siege und Erfolge nicht persönlich. Du freust dich daran, läßt andere daran teilhaben und – gehst weiter.

5. Gib alles

Gib alles. Gib deine ganze Aufmerksamkeit. Deine ganze Energie. Deine ganze Liebe, Hingabe und Leidenschaft. Und gib noch ein bißchen mehr. Streck dich. Gib 101%. Auf diese Weise wächst du. Und gib anderen. Teile deine Bemühungen und Erfolge. Beziehe andere mit ein und lasse sie teilhaben. So wächst du gemeinsam mit anderen und fügst dem Reichtum der Welt immer wieder ein bißchen hinzu. Dies ist ein schöner Ort zum leben. Sorge du dafür, ihn noch schöner zu machen.

Verantwortung und innere Kraft

Es gibt nur einen einzigen Menschen, der für dich und deine Lebensumstände verantwortlich ist – und das bist du. Und du bist auch nur für DEIN Leben verantwortlich.

Was auch immer geschieht, du hast die Wahl, wie du darauf antwortest – das ist deine Ver-antwort-ung.

Viele Menschen ziehen es vor, sich in mehr oder weniger offener Weise zu beschweren und zu beklagen, anstatt einfach die Dinge zu akzeptieren, wie sie nun einmal sind, und dann weiterzugehen. Die Welt soll uns glücklich machen.

Es ist, wie wenn wir mit nackten Füßen vor eine breiten Straße stünden – unser Pfad zum Glück –, und diese Straße ist über und über mit scharfen und spitzen Steinen übersäht.

Die meisten Menschen gehen jetzt hin und wollen die ganze Straße mit Leder überziehen, um ihre nackten Füße zu schützen, anstatt hin zu gehen und sich aus viel weniger Leder ein paar ordentliche Schuhe zu machen.

Wenn du, wie die meisten Menschen, die Straße mit Leder überziehen willst, wirst du eine Unmenge von kostbarem Leder verbrauchen, und wenn du dann um die nächste Ecke biegst, dann ist die Straße dort ebenfalls voller Steine und Scherben – und irgendwann geht dir das Leder aus.

Gehst du aber hin und machst die ein paar gute Schuhe, kümmert dich die Straße nicht mehr besonders, und du kommst überall hin – du entscheidest dich dazu, nicht die Welt, sondern dich selbst zu verändern, wenn dir etwas nicht paßt.

Wenn du aus dem ‚Lederstraßen-Projekt‘ aussteigst, beginnst du, die Verantwortung für dein Glück selbst zu übernehmen. Zum einen entlastet das deine Mitmenschen davon, dich glücklich machen zu müssen, zum anderen gewinnst du eine Menge Energie zurück, die in deinen Erwartungen an die anderen gesteckt hat.

Wenn du dich für die Lederschuhe entscheidest, entscheidest du dich für ein Leben aus innerer Kraft. Für ein Leben in Hingabe und Leidenschaft. Wie? Lerne, deine Aufmerksamkeit zu kontrollieren. Und beherzige die folgenden fünf Punkte:

1. Wisse was du willst
2. Tu was du willst.
3. Nimm alles an
4. Nimm nichts persönlich
5. Gib alles

 

Das Spiel der Aufmerksamkeit

„Betrachte das Leben einfach als ein Spiel, bei dem es im wesentlichen um zwei Dinge geht: Freie Aufmerksamkeit bewusst zu lenken und fixierte Aufmerksamkeit zu befreien.“

– aus den Zenpower-Tipps

 

Jeder Augenblick zählt

„Es ist ganz gleich, was Sie darüber denken mögen, das Leben liegt immer direkt vor Ihnen. Es gibt kein zurück. Doch obwohl wir alle wissen, dass es unmöglich ist, zurückzugehen, wenden viel zu viele Menschen ihre Gedanken der Vergangenheit zu und trauern ihr nach. Das ist reine Kraftverschwendung, da uns diese Kraft nicht mehr zur Verfügung steht, um mit den Anforderungen der Gegegwanrt fertig zu werden. Der Krieger schaut den Ereignissen ins Auge, die jetzt entstehen. Er befasst sich mit ihnen und geht weiter. Wenn wir voller Geistesgegenwart den Ereignissen des Tages begegnen wollen, müssen wir uns auf jeden einzelnen Augenblick konzentrieren.“

– Vernon Kitabu Turner

 

4 Tipps für den Alltag:

  • Entscheide dich ganz bewusst dazu, für dich und dein Leben und deine Lebensumstände die Verantwortung zu übernehmen
  • Weigere dich beharrlich, irgendetwas oder irgendjemandem die Verantwortung für dich oder dein Leben oder deine Lebensumstände zuzuschieben.
  • Entscheide dich, grundlos glücklich zu sein – einfach, weil du es so willst.
  • Lerne, die wichtigste Fähigkeit in deinem Leben zu kultivieren – die Fähigkeit, deine Aufmerksamkeit zu beherrschen.

Übung 6 – Die einfachste Erfolgs-Strategie der Welt

Diese einfache und sehr powervolle Strategie besteht aus den folgenden fünf Schritten:

1. Wisse, was Du nicht willst.

2. Fühle, was Du nicht willst – und lass es los.

3. Wisse, was Du willst.

4. Fühle, was Du willst. Sei das.

5. Tu, was zu tun ist. Richte Dich auf authentische Aktionen aus.

 

Die Schritte im einzelnen:

1. In bezug auf Dein Ziel – was ist es, was Du NICHT willst. Das können alle möglichen Formen von Widerstand sein, und es ist wichtig, diese wahr- und anzunehmen, indem Du

2. Fühlst, was Du nicht willst. D.h., Du richtest Deine Aufmerksamkeit auf die betreffende Sache (die Du nicht willst) und bemerkst, wo Du das fühlen kannst. Vielleicht ist diese Wahrnehmung zunächst nur sehr vage und subtil – richte dennoch Deine Aufmerksamkeit darauf und fühle es. Und dann lass es los.

3. Wisse, was Du willst – mache Dir Dein Ziel ganz klar und

4. Fühle, was Du willst. Richte Deine Aufmerksamkeit darauf und fühle, wie es sich anfühlt, dieses Ziel zu haben. Fühle, wie es sich anfühlt, dieses Ziel verwirklicht zu haben. Für Fortgeschrittene: fühle, wie es sich anfühlt, dieses Ziel zu sein.

5. Belasse es nicht nur beim Wahrnehmen und Fühlen, sondern richte Dich auf authentische Aktionen im physikalischen Universum aus. D.h., Du bringst das Ganze aus dem Kopf in die Welt.

Hinweis: im zweiten Schritt heißt es: lass es los. Das ist manchmal nicht ohne weiteres möglich. Dann gehst Du hin und fühlst zunächst das, was Du nicht willst und dann das, was Du willst und wechselst so lange zwischen diesen beiden ab, bis Du (das, was Du nicht willst) loslassen kannst.

Zum Schluß bleibe einen Augenblick mit der Aufmerksamkeit bei dem, was Du willst – und dann Schritt 5.

Reflexion zur Aufmerksamkeit 1

Was geschieht mit unangenehmen Gedanken, Gefühlen, Erinnerungen, wenn Du Deine ganze Aufmerksamkeit darauf richtest?

Hinweis zu Übung 5

Ein wichtiger Hinweis zu Übung 5:
Immer wieder bekomme ich Rückmeldungen von Menschen, die mit dem sog. Positivem Denken und der Arbeit mit Affirmationen vertraut sind. Diese Menschen sind erschrocken darüber, dass sie nun im zweiten Schritt Armut bzw. Mangel einatmen sollen. Sie haben Angst, dies nun als dauerhaften Zustand zu manifestieren.

„… jetzt habe ich eine Frage: weshalb haben wir in Punkt 2 ‚Ich habe Leid (Schmerz, Kummer)?‘ Das ist doch gerade das von dem wir uns distanzieren wollen, oder?“

„Verstehe gerade nicht, wozu der zweite Schritt gut sein soll ????“

„Den 2. Satz werde ich nicht sagen, wenn ich das sage, ist das in meinem Unterbewusstsein gespeichert, wir sollten doch nur positive Sätze integrieren.“

Wie ist es Dir mit dieser Übung ergangen? Hast Du auch diese Bedenken? Dann möchte ich diese Bedenken jetzt gerne ausräumen und etwas mehr Klarheit schaffen, denn diese Übung ist außerordentlich wertvoll – und wirksam!

Ich kenne diese Bedenken aus eigener Erfahrung sehr gut. Und sie werden auch immer wieder von Menschen geäußert, die schon einige Erfahrungen mit mentalen Techniken wie Affirmationen, Positivem Denken etc. gemacht haben.

Und auf den ersten Blick scheint es ja wirklich keinen Sinn zu machen zu sagen, „Ich habe Leid, und ich bin Leid“. Wer will sich schon sooo fühlen!

Und genau das ist der Punkt: eben WEIL wir uns nicht arm fühlen wollen, eben weil wir keinen Mangel erleben wollen, ziehen wir es auf einer unbewussten Ebene immer wieder an – weil wir uns dagegen wehren. Und Widerstand sorgt dafür, dass die Dinge bestehen bleiben.

Echter Wohlstand, Freiheit und Selbstbestimmung hingegen resultieren aber aus einem Annehmen von allem! Es geht nicht um Schönreden, Schöndenken, sondern es geht um Integration. Um eine Versöhnung der Gegensätze.

Wir leben in einer Welt der Dualität. Ich kann das eine nicht ohne das andere haben. Es gibt keinen Tag ohne die Nacht. Es gibt kein warm ohne kalt. Es gibt kein reich ohne arm. Und je mehr ich eine Seite der Medaille betone, umso mehr kommt irgendwann die andere zum Vorschein.

Sicher kennst Du das chinesische Yin-Yang-Symbol, die beiden tropfenförmigen schwarz-weißen Halbkreise, die ineinander überfließen. In jedem der beiden Hälften ist das Gegenteil in Form eines Punktes enthalten. Und Integration bedeutet, dahin zu kommen, dass Du Dich als der ganze Kreis erlebst.

Nicht nur weiß oder nur schwarz, oder nur weiß, aber kein schwarz bzw. umgekehrt. Es geht um die Freiheit zu wählen, was immer ich sein, tun, haben und erleben will. Die Bereitschaft, ALLES anzunehmen.

Daher die drei Schritte: erst die eine Seite, dann die gegenteilige, und dann etwas, was Du willst. Alles andere führt zu Verleugnung, Ignoranz und Widerstand und in der Folge davon zu Unfreiheit, Fremdbestimmung und dem Erleben von dem, was ich doch eigentlich gar nicht erleben will.

Sicher, ich kann immer eine Zeitlang schöne Illusionen aufrecht erhalten. Doch das ist auf Dauer sehr anstrengend, da ich immer gegen mich selbst kreiere. Es ist wie mit Wasserbällen, die ich unter Wasser drücke. Eine Weile geht das, doch irgendwann lassen meine Kräfte nach, und die Bälle springen mit voller Wucht nach oben. Macht Sinn, oder?

In einem uralten Zen-Text heißt es: „Erleuchtung ist ohne Zuneigung und ohne Abneigung.“ D.h., in dem Augenblick, in dem Du jeglichen Widerstand aufgibst, kehrst Du zur Quelle zurück. Jeglichen Widerstand aufzugeben ist nichts anders als Zuneigung und Abneigung aufzugeben. Denn Zuneigung (Begehren) ist der Widerstand dagegen, etwas nicht zu haben, und Abneigung (Ablehnung) ist der Widerstand dagegen, etwas (das Du nicht haben willst) zu haben.

Daher atmest Du bei der obigen Atemübung zunächste Freude (bzw. das, was Du begehrst) ein und aus, und dann das Gleiche mit Leid (das, was Du nicht willst). Das machst Du so lange, bis Du Dich mit beiden Seiten entspannt fühlst und weder auf das Eine noch auf das andere reagierst. Das Gefühl des inneren Friedens, das Du nun erlebst, vertiefst Du dann mit dem dritten Schritt der Atemübung. Und von diesem entspannten Zustand inneren Friedens aus kannst Du beginnen zu erschaffen, was Dir wirklich am Herzen liegt.

„Before you think big, you better think real“, sagte der große tibetische Meister Chögyam Trungpa. Bevor Du also damit beginnst, Dein Leben nach Deinen Vorstellungen zu gestalten, solltest Du besser erst mal hingehen und Deine gegenwärtigen (häufig behindernden) Lebensumstände in Ordnung bringen. Wenn Du anfängst, Deine sich oft widersprechenden Muster und Verhaltensweisen zu integrieren, wirst Du bemerken, wie Dein Leben zunehmend leichter und entspannter zu fließen beginnt. Mit dem Leben fließen, eine Richtung wählen und wertvolle Ziele verwirklichen – all das beginnt mit den drei Schritten der obigen Atemübung 🙂

Ich hoffe, dass ich Dir nun etwas mehr Klarheit und Zuversicht in bezug auf das Integrieren von Reichtum und Armut vermitteln konnte. Wie jetzt sicher deutlich geworden ist, sind die oben erwähnten Sorgen und Bedenken völlig unbegründet. Denn es geht ja darum, eventuell (und bei den meisten von uns ist das so!) noch vorhandene Einstellungen der Armut und des Mangels anzunehmen und dann – mit dem Ausatmen – loszulassen.

Vision & Strategie

Eine strategische Vision ist ein klares Bild von dem, was man erreichen will.

- John Naisbitt